Wie eine Pfanne aufbewahrt wird, denken die meisten kaum nach. Sie wird gereinigt, getrocknet – oder auch nicht ganz – und dann in den Schrank gestellt oder auf den Herd gestapelt. Was dabei im Laufe der Zeit passiert, merkt man oft erst, wenn die Pfanne anfängt zu kleben, rostet oder die Beschichtung plötzlich Stellen zeigt, die so vorher nicht da waren.
Lagerung ist kein Nebenschauplatz. Wer seine Pfannen richtig reinigt und pflegt, aber falsch aufbewahrt, verliert einen Teil dieser Arbeit wieder.
Der häufigste Fehler: feucht einräumen
Pfannen, die nicht vollständig trocken sind, wenn sie weggeräumt werden, bringen Feuchtigkeit in den Schrank. Bei Gusseisen- und Carbonstahl-Pfannen führt das zu Rost – manchmal schon nach wenigen Stunden in einem schlecht belüfteten Schrank. Bei beschichteten Pfannen ist der Schaden weniger dramatisch, aber auch hier kann anhaltende Feuchtigkeit die Verbindung zwischen Beschichtung und Trägermaterial langfristig beeinflussen.
Die Lösung ist einfach: Nach dem Waschen immer vollständig trocknen – bei Eisenpfannen am besten kurz auf dem warmen Herd. Erst dann einräumen.
Stapeln ohne Schutz
Gestapelte Pfannen, bei denen Boden auf Oberfläche liegt, sind ein häufiges Problem. Die harte Unterseite einer Pfanne – oft mit kleinen Unebenheiten oder Rückständen – liegt direkt auf der Beschichtung der darunter liegenden Pfanne. Das hinterlässt mit der Zeit feine Kratzer, die die Antihafteigenschaft verschlechtern.
Die einfachste Schutzmaßnahme: Ein Küchentuch, ein Stück Filz oder ein spezieller Pfannenschutz aus Kunststoff zwischen die gestapelten Pfannen legen. Das ist kein großer Aufwand und verhindert mechanischen Kontakt zwischen den Böden und den Oberflächen.
Für Gusseisenpfannen hat das Stapeln noch eine zweite Konsequenz: Feuchtigkeit, die zwischen zwei dicht anliegenden Eisenpfannen eingeschlossen ist, erzeugt an den Kontaktstellen besonders schnell Rost. Auch hier schafft ein Tuch zwischen den Pfannen Abhilfe.
Hängen oder stellen – was ist besser?
Pfannen, die an einem Topfhaken hängen, haben zwei Vorteile gegenüber gestapelten: Keine Kontaktflächen mit anderen Gegenständen und eine bessere Belüftung. Für Gusseisen, das empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert, ist das Hängen tatsächlich die bessere Aufbewahrungsform – sofern man den Platz hat.
Für beschichtete Pfannen ist der Unterschied weniger deutlich. Wer sie mit ausreichend Schutz zwischen den Schichten stapelt, hat kein wesentliches Nachteil gegenüber dem Hängen.
Gusseisen vor langer Lagerung vorbereiten
Wer eine Gusseisenpfanne für längere Zeit nicht benutzt – sei es wegen eines Umzugs, der Urlaubszeit oder weil die Pfanne gerade nicht gebraucht wird – sollte sie vor dem Einlagern einmal dünn einölen. Ein hauchdünner Ölfilm auf der gesamten Oberfläche hält Feuchtigkeit fern und schützt das Seasoning über Wochen und Monate. Wer das weglässt, findet beim nächsten Gebrauch manchmal eine Pfanne mit Rostansätzen, obwohl sie beim Einräumen noch sauber war.
Wie das Einölen richtig gemacht wird, erklärt der Artikel zum Pfanne einölen im Detail.
Der Schrank selbst
Ein feuchter Küchenunterschrank – zum Beispiel neben der Spüle oder unter dem Herd – ist keine ideale Umgebung für Eisenpfannen. Wenn möglich, Gusseisen und Carbonstahl an einem trockenen, gut belüfteten Ort aufbewahren. Im Zweifelsfall ist ein offenes Regal oder ein Haken an der Küchenwand die bessere Wahl als ein feuchter Unterschrank.
Beschichtete Pfannen sind weniger empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit, sollten aber trotzdem nicht in direktem Kontakt mit anderen harten Gegenständen lagern. Eine beschädigte Beschichtung entsteht nicht immer beim Kochen – manchmal beginnt sie im Schrank.
